Stand: September 2026
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Wer zum ersten Mal einen Kontoauszug in Paraguay sieht, zählt Nullen. Ein Kaffee kostet 15.000, eine Monatsmiete drei Millionen, ein Haus wird in Milliarden ausgeschrieben – und trotzdem gehört der Guaraní zu den stabilsten Währungen Südamerikas. Beides hängt zusammen: Die vielen Nullen sind ein Erbe der Inflation vergangener Jahrzehnte, die Ruhe seither ist das Werk einer Zentralbank, die seit 2011 ein Inflationsziel verfolgt.
| Banknote | Hinweis |
|---|---|
| ₲ 2.000 | Polymer |
| ₲ 5.000 | Polymer |
| ₲ 10.000 | Papier (Baumwolle) |
| ₲ 20.000 | Papier (Baumwolle) |
| ₲ 50.000 | Papier (Baumwolle) |
| ₲ 100.000 | größter Schein, seit 1998 |
Münzen gibt es zu 50, 100, 500 und 1.000 Guaraníes. Der 1.000er-Schein aus Papier verschwindet allmählich zugunsten der Münze; 50er-Münzen nimmt kaum noch jemand gern. Für den Bus, den Markt und das Trinkgeld lohnt es sich, kleine Scheine zu horten – mit einem 100.000er bekommst du am Stand nicht immer Wechselgeld.
Am 10. September 2026 hat die Zentralbank eine komplett neue Banknotenfamilie vorgestellt. Offizieller Start ist der 5. Oktober 2026, der 83. Geburtstag der Währung; in Umlauf kommen die Scheine im ersten Quartal 2027. Die drei kleinen Werte (2.000, 5.000, 10.000) werden aus Polymer, die großen (20.000 bis 100.000) aus Baumwollpapier. Die Scheine werden mit jedem Wert 7 mm länger, damit auch Sehbehinderte sie unterscheiden können; Motive sind Landesgeschichte, Ökoregionen sowie heimische Tiere und Pflanzen, dazu Sicherheitsfäden und farbwechselnde Hologramme. Die alten Scheine bleiben unbefristet gültig und laufen einfach aus.
Zwei Klarstellungen der BCP, weil sie in sozialen Netzwerken kursieren: Es gibt keinen 200.000er-Schein, und die dort gezeigten „neuen Designs“ sind KI-Fälschungen. Auch die alte Idee, drei Nullen zu streichen, ist nicht Teil der Reform – das bräuchte ein Gesetz des Kongresses.
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