VOR 19 JAHREN KAMEN WIR NACH PARAGUAY…..
…..ohne das Land vorher gesehen zu haben, mit 2 Doppelstunden Spanisch haben wir dieses Abenteuer gewagt! Die Anfangszeit war sehr schwer und so manches Mal hätte ich mich am liebsten ins Flugzeug gesetzt und wäre nach Deutschland zurückgekehrt!
Um Butter oder Graubrot zu kriegen, musste man nach Asuncion 70 km einfach, genauso Wurst oder Fleisch. Rindfleisch gab es zwar auf dem Markt, aber das hing den ganzen Tag draussen; ich konnte mich nicht überwinden es zu kaufen, geschweige den zu essen. Ich wollte Kartoffel und verlangte immer patata, immer hiess es morgen, bis ich eines Tages vorm Laden in einer Kiste welche sah, ich zeigte darauf und Sie sagten das sind papa’s!!!
Die Paraguayer sind sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, sehr höflich. Sie begrüssen Dich und fragen: Wie geht’s, das ist aber nur eine Floskel, den als wir mal sagten: schlecht, antworteten Sie, danke, auch gut….Wir haben in dieser Zeit sehr viele Landsleute kennengelernt! Ein paar Freunde haben wir seit Anfang. Viele paraguayische Freunde und ebensolche Nachbarn.
Wir haben diesen Schritt nie bereut, wir haben viel erlebt und gelernt; Dinge, die uns in Deutschland so wichtig waren sind hier nebensächlich. Ich kann mit Sicherheit sagen, ich habe mein Leben bewusst gelebt, zwar nicht in Saus und Braus, aber das Hinarbeiten auf den freien Tag, den Urlaub oder gar auf die Rente waren für mich unerträglich. Ich habe einige Leute gekannt, die Ihr ganzes Leben geschuftet haben und als dann dieser sogenannte Lebensabend begann haben Sie diese Welt verlassen, ich habe mich gefragt, wann haben Sie gelebt??
Ich würde vielen empfehlen die unzufrieden sind, mal zu sehen, wie die Paraguayer leben, vielleicht würde sich da Einiges an der Einstellung zum Leben ändern. Ich bin ganz ehrlich so wie Sie könnten wir nicht leben, aber es gäbe vieles was wir von Ihnen lernen können…….
